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Dein schlimmster Freund
Gefangen in des Körpers Zwängen
gepeinigt von
der Macht der Sucht
gedemütigt
auf allen Rängen
gedanklich
ständig auf der Flucht
Des Spiegels
Fratze lacht dir Hohn
"ich hab
dich nie gesehen"
voll
Schamgefühl schleichst du davon
was ist mit
dir geschehen
Den Hilferuf
aus deiner Seele
den hörst nur
du, zerrissen, wund
all diese
Stimmen die dich quälen
sind Geister
von der Flasche Grund
Vorbei die
Zeit der frohen Feste
die Freunde
leben abgewandt
du bist für
sie das Allerletzte
du hast dich
jämmerlich verbrannt
Den Weg zur
Hölle musst du gehen
die Gosse
ruft - komm sei bereit
mit
Demutskraft kannst du nur flehen
Herr, ich geb‘ auf - ich bin soweit
© Christa Siegl
Dieses Gedicht wurde in das Religionsbuch
"Spiegelbilder" für berufsbildende Schulen
übernommen. Erschienen bei
"Europa Lehrmittel".